Dreiste Schmuckdiebe schlagen dutzendfach zu: Polizei warnt vor falschen Umarmungen

(Kanton Luzern LU). Bei der Luzerner Polizei sind diesen Monat bereits mehrere Dutzend Meldungen über Trickdiebstähle eingegangen.

Dabei haben es die Diebinnen und Diebe jeweils auf den Schmuck oder Wertgegenstände ihrer Opfer abgesehen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aktuelle Entwicklung: Mehrere Dutzend Meldungen über Trickdiebstähle im Oktober
  • Betroffene Region: Kanton Luzern
  • Vorgehen: Unbekannte sprechen Personen unter einem Vorwand an
  • Trick: Umarmungen oder vorgetäuschte Dankbarkeit
  • Diebesgut: Goldketten, Schmuck und andere Wertgegenstände
  • Besonders im Visier: Ältere Menschen
  • Wichtigste Schutzmassnahme: Abstand zu unbekannten Personen halten
  • Polizeinotruf: 117

Die Masche ist dabei immer ähnlich: Ein Mann oder eine Frau sprechen die Opfer mit einem Vorwand an. Beispielsweise, um nach dem Weg zu fragen. Im Anschluss umarmen sie diese und wollen ihnen teilweise zum Dank eine Kette (Modeschmuck) um den Hals hängen.

Währenddessen entwenden sie ihren Opfern Halsketten aus echtem Edelmetall und entfernen sich anschliessend. In anderen Fällen wurden die Opfer umarmt und ihnen Wertgegenstände aus den Hosen- oder anderen Taschen gestohlen. Abgesehen haben es die Trickdiebe vor allem auf ältere Personen.

Die Luzerner Polizei warnt vor Trickdieben

Seien Sie im öffentlichen Raum aufmerksam. Besonders in Menschenmengen oder wenn Sie von unbekannten Personen angesprochen werden, ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht. Taschendiebe nutzen häufig Ablenkung, beispielsweise durch ein Gespräch, Anrempeln oder das scheinbare Verschütten eines Getränks.

Mit diesen Tipps schützen Sie sich:

  • Halten Sie gegenüber unbekannten Personen ausreichend Abstand, weisen Sie unerwünschte Annäherungen klar zurück und entfernen Sie sich aus der Situation.
  • Seien Sie vorsichtig, bei auffälligen Dankesgesten. Lassen Sie sich von fremden Personen nicht umarmen, keinen Schmuck umlegen oder Ringe anstecken.
  • Tragen Sie so wenig Bargeld, Wertsachen und Schmuck auf sich wie möglich.
  • Sensibilisieren Sie Familienmitglieder, Freunde und Bekannte in ihrem Umfeld auf die Masche der Trickbetrüger.
  • Fotografieren Sie wertvolle Schmuckstücke. Bewahren Sie die Fotos sicher auf, damit der Schmuck im Falle eines Diebstahls besser identifiziert werden kann.

Reagieren Sie sofort, wenn Sie den Verdacht auf einen Trickdiebstahl haben:

  • Fühlen Sie sich bedrängt oder unwohl, machen Sie sofort andere Personen auf die Situation aufmerksam.
  • Melden Sie verdächtige Beobachtungen oder einen Diebstahl umgehend der Polizei über die Notrufnummer 117.
  • Sind Sie bestohlen worden und haben dies erst im Nachgang bemerkt, melden Sie sich auf einem Polizeiposten in Ihrer Nähe, um eine Anzeige zu erstatten.
Polizei.news informiert | Trickdiebstahl und Schmuckdiebstahl

Goldkette gestohlen? Diese Angaben helfen bei der Fahndung

Bei gestohlenem Schmuck ist eine möglichst genaue Beschreibung besonders wertvoll. Auch wenn keine Seriennummer vorhanden ist, können individuelle Merkmale eine spätere Identifikation erleichtern.

Fotos und Kaufbelege sichern: Aufnahmen des Schmuckstücks, Rechnungen oder Expertisen können helfen, Eigentum und Aussehen nachzuweisen.

Besondere Merkmale notieren: Gravuren, Anhänger, Reparaturstellen, Verschlüsse oder ungewöhnliche Formen ermöglichen eine genauere Beschreibung.

Tathergang festhalten: Notieren Sie möglichst zeitnah Ort, Uhrzeit, Gesprächsverlauf und Personenbeschreibung. Erinnerungen können mit der Zeit verblassen.

Weitere Wertgegenstände kontrollieren: Prüfen Sie, ob neben dem Schmuck auch Portemonnaie, Bankkarten oder Ausweise fehlen. Entwendete Zahlungskarten sollten umgehend gesperrt werden.

Gut zu wissen: Für eine Schmuckbeschreibung sind auch ältere Familienfotos hilfreich, auf denen die gestohlene Kette oder der Anhänger gut zu erkennen ist.

 

Quelle: Luzerner Polizei
Bildquelle: Symbolbild © Luzerner Polizei

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